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Schnee-fesseln |
Ein
Bergdorf am Ende der Schlucht, wo nur noch ein Schotterweg hinaufführt
zum langsam verfallenden Hotelpalast am Gletschersee. Im Winter versinkt
das Bergdorf im Schnee. Während das Weiß die Fläche des Fensters
auszufüllen beginnt, erfindet sich Uni die Welt. Die Welt, das war für
sie einmal das Grandhotel, das der Hotelier aus Nizza erbaute, ein
Treffpunkt der Spieler, und Lini war der Croupier. Einige Jahrzehnte lang
schwamm der Alpenpalast hell erleuchtet wie eine Titanic durchs Gebirgs-
schwarz, brachte dem Bergdorf Arbeit und Geld. Doch der Enkel wollte das
Kurhaus nicht übernehmen, verliess wie so viele Junge das Hochtal,
wanderte aus bis auf die andere Seite der Welt. Der Hotelpalast verfällt.
Die Gäste bleiben aus, bis eines Tages mit der
Nachricht von der
Rückkehr des Hoteliersohns die Hoffnung neu erwacht ...
Ein raffiniert
und spielerisch geschriebener Roman, der in der Region verankert ist, der
er entstammt - und zugleich dank brillantem Einsatz der literarischen
Mittel und seiner existentiellen Thematik weit über sie hinausweist. |